OSI Intstitutsrat am 14. Juli - Ideengeschichte, Afrikastudien und zusätzliche Mittel für Lehre

Sven HilgersAkademische Gremien, Hochschulpolitik, Allgemeines 0 Kommentare »

In der heutigen Institutsratssitzung standen drei Themen im Mittelpunkt. Zum einen sollte die Strategie zur Besetzung der Ideengeschichte Professur festgelegt werden. Klaus Roth hat die Vertretungsprofessur Ideengeschichte aufgrund des mit der FU geschlossenen Vergleiches nur mit Befristung, daher wurde heute über Modelle nachgedacht, wie die Lehre für Ideengeschichte sichergestellt werden kann. Zur Auswahl wurden drei Modelle gestellt (o1, o2 und o3). Dafür wurde ein Modell, welches allerdings nur geringe Chance auf Verwirklichung hat präferiert. Dabei hat Roth die Professur noch weitere Jahre, währenddessen wird aber eine Juniorprofessur Ideengeschichte mit tenure track geschaffen, welche mit dem Ausscheiden Klaus Roths entfristet wird. Die Juniorprofessur wird aus den Mitteln, die bei einer Herabstufung der Professur Rechtliche Grundlagen von W2 auf W3 entstehen, finanziert. Aufgrund der geringen Chance auf Realisierbarkeit hat der I-Rat sich für ein anderes Modell (o1) entschlossen, welches Alternativ verwirklicht werden soll. Dieses sieht eine W2 Professur für Ideengeschichte vor, welche mit dem Weggang von Klaus Roth besetzt werden soll.
Die S-Professur, die nach der Ideengeschichte Professur auf der Tagesordnung stand, war wesentlich umstrittener, allerdings wurde keine ausweitende Diskussion zu dem Thema zugelassen. Als S-Professur (Sektoralprofessur) werden Professuren bezeichnet, die aus einer Kooperation mit Forschungsinstituten entstehen. Diese gemeinsam berufenen Professoren haben im Regelfall neben ihrem Amt eine Leitungsfunktion bei einer außeruniversitären Einrichtung inne. Das Gehalt für die Professuren wird dabei von den außeruniversitären Einrichtungen getragen. In diesem Fall hat das GIGA (German Institute of Global and Area Studies) dem OSI eine solche S-Professur für Afrikastudien angeboten. Während sich der Großteil des Institutsrates für die Professur aus gesprochen hat, lehnten die beiden studentischen Vertreter mit einem Gruppenveto die S-Professur ab und erteilten auch einer Ausgleichsitzung in der vorlesungsfreien Zeit eine Absage. Daher ist es fraglich, ob das GIGA weiterhin mit dem OSI kooperieren wird oder der FU die HU als Partner vorzieht und so dem FU eine Afrikaprofessur vorenthalten bleibt.
Als letztes Thema stand der Bericht der ABK auf dem Plan, dabei ging Professor Chojnacki vor allem auf die zusätzlichen Mittel für Lehre ein. Alle Arbeitsstellen, mit Ausnahme der FFU, haben bisher jeweils Mittel für zusätzliche Lehre in anderen Bereichen zugesagt. Dabei konnte aus der ABK auch berichtet werden, dass auch im kommenden Semester einer Vorlesung zur Europäischen Integration angeboten werden kann.

KfL #111 - das Sommerloch füllt sich…

Alex SpielauLehre, Akademische Gremien, Hochschulpolitik, FU 0 Kommentare »

An diesem Dienstag traf sich die Kommission für Lehre (KfL) zu ihrer 111. Sitzung. Die Sitzung wurde von Vizepräsidentin Prof. Keitel-Kreidt geleitet. Bestimmende Themen waren der Revisionsprozess zu den Leitlinien zur Studien- und Prüfungsordnung und der AS-Beschlussfassung zu den Leitlinien Qualitätspolitik und -ziele für Studium.
In einer langwierigen, jedoch größtenteils Konsens-orientierten Diskussion wurden der inneruniversitäre Revisions- und Abstimmungsprozesse zum Leitlinienpapier sowie der politische Reformprozess (Novelle BerlHG; Positionspapier der Senatsverhaltung zur Bologna-Reform) dargestellt und besprochen. Als universitäre Ziele dieses Prozesses sollen neben dem Entstehen eines Leitlinienpapieres, auch ein Modulhandbuch und eine Handreichung zu Lehr- und Prüfungsmöglichkeiten den Fachbereichen zur Verfügung gestellt werden.
Die übliche Diskussion zu den Kompetenzen der KfL und deren Mitgliedern wurde selbstverständlich auch geführt. Aufgrund dessen wurde die Besprechung der AS Vorlage Qualitätspolitik und –ziele sehr kurz andiskutiert und nachfolgend – wieder einmal – vertagt.

nächste Senatssitzung: Mittwoch, 30. Juni

Uwe KirmseAllgemeines 0 Kommentare »

Am kommenden Mittwoch, um 15 Uhr kommt wieder der Akademische Senat der FU zusammen.
ACHTUNG: Die Sitzung findet in den Rechtswissenschaften (Van’t-Hoff-Str. 8 ) im Raum 211 statt. Es könnte wieder über 4 Stunden hinaus gehen, da der neue Präsident von dem althergebrachten Hausrecht keinen Gebrauch mehr machen möchte, die Diskussionen um 19 Uhr abzuwürgen.
Die Sitzung ist naturgemäß öffentlich.

… und es nimmt kein Ende: erneute Sitzung der Kommission am FB PolSoz zur Reform des PoWi-Bachelors

Kristina KaempferAllgemeines 0 Kommentare »

Etwas kurzfristig - aufgrund der Ereignisse des vergangenen Institutsrates, s. Bericht vom 16. Juni - trat heute nach langer wieder einmal die Kommission zur Reform des Bachelors der Politikwissenschaft am OSI zusammen. Nachdem der Prozess vergangenes Semester “eingefroren” und sich mit Teilergebnissen zufriedenen gegeben wurde, standen eben die zu streichende Modulleistungen im Fokus der Diskussion. Diese waren eine der Kernforderungen und -anliegen der Studierenden gewesen, welche sich in den vergangenen Semestern in und außerhalb der Kommission engagiert hatten. Kompromiss war - abgestimmt mit anderen Dozenten - 60 der 180 LP streichen zu können, um den Studierenden somit den Prüfungsdruck zu verringern. Zusammenfassend lässt sich hier Sven in seinem letzten Blogeintrag zitieren:
“Zum anderen legt die geänderte, mit dem Rechtsamt der FU Berlin geschriebene, Bachelorordnung fest, dass nur noch zwei Drittel der Studienleistungen in die Endnote mit einfließen werden. Irritationen gab es im Institutsrat über die Festlegung des zu streichenden Drittels. Das Rechtsamt der FU hatte dieses Drittel als 30LP PoWi-Studienleistungen und 30LP ABV ausgewiesen, da aber der ABV Teil ohnehin nicht in die Note einfließt würde diese Reform kleiner ausfallen als geplant. Deswegen prüfen Dekanat und Rechtsamt nun im unbürokratischen Umlaufverfahren, ob es möglich ist insgesamt 60LP der PoWi-Leistungen plus die 30LP nicht in die Note einfließen zu lassen.”

Da sich die Forderungen, neben den 30 LP ABV zusätzlich 60 statt 30 LP zu streichen, aufgrund bürokratischer Hürden schwierig bis zum WS durchzusetzen ließen, hat man sich nun auf ein mehrstufiges Vorgehen geeinigt: der Teilerfolg der zu streichenden 60 bzw. 30 LP wird durchgesetzt, um zumindest den zum WS 08/09 immatrikulierten Studierenden die Chance zu geben, von der Reform zu profitieren. Gleichzeitig soll jedoch das Ziel verfolgt werden, den Leistungs- und Notendruck eventuell anderweitig zu verringern und vor allem den vierjährigen Bachelor wieder “aufzutauen”.
Über die nächsten Treffen werden wir Euch dann hier wieder informieren - der Kurzfristigkeit des anberaumten Treffens sei es geschuldet, dass wir es nicht bloggen konnten, jedoch geloben wir Besserung.

Nächste StuPa-Sitzung am 06.07., 14 Uhr im Hörsaal A der Arnimallee 22

Kristina KaempferAllgemeines 0 Kommentare »

Am übernächsten Dienstag, den 06.07.2010, findet um 14 Uhr in der Rost- und Silberlaube J 27/14 die zweite StuPa-Sitzung des neuen Semesters statt.

Alle Studierenden sind eingeladen der - wie immer öffentlichen - Sitzung beizuwohnen.

“Vakanzen Tanzen”

Marcel von VollandAllgemeine Veranstaltungen 1 Kommentar »

Die Aktion„Vakanzen Tanzen“ kann auf eine gelungene Woche zurückblicken. Schon die Vollversammlung (VV) am vorigen Donnerstag gab einen guten Takt vor. Das auf der VV erklärte Ziel, durch Diskussionen und ernsthafte Gesprächen mit Informationsgehalt auf Missstände des OSIs aufmerksam zu machen, lässt auf einen Wechsel in der Streikkultur schließen. Diese „Vakanzen Tanzen“ zeichneten sich durch eine besonders große Breite an aus - sowohl in Inhalt auch als auch Form - wobei der Bezug zu universitären Problemen immer erkennbar blieb. Zum einen war der Grad an Problemthemen beachtlich. Neben dem Dauerbrenner Ideengeschichte wurde gleichermaßen auf noch nicht geschaffene, eigenständige Forschungs- und Lehrbereiche (Gender und Postkolonialismus-Lehrstühle) sowie auf die Problematik der Rechtsprofessur hingewiesen. Andererseits erschienen in der Aktionswoche auch mehrere Male Vertreter des SFB 700 , um ihre Forschung vorzustellen und sich kritischen Fragen stellen zu können. Damit fand neben der Kontroverse um die Lehre auch die Forschungsproblematik einen angemessen Diskussionsraum. Zum anderen waren die Aktionen formell zwischen Workshops, Meinungsforen und Informationsveranstaltungen angesiedelt, was den OSI-Studenten es optional ermöglichte, entweder grundlegendes Wissen über die Uni-Struktur aufzufangen (mit dem sich freilich auch besser diskutieren lässt), Positionen zu erkennen bzw. erkenntlich zu machen oder sich in Workshops gleichfalls aktiv zu beteiligen.
Insgesamt ist hervorzuheben, dass mit „Vakanzen Tanzen“ nicht durch einfaches Besetzen des OSIs Lehrveranstaltungen blockiert, sondern Lehrende und Forschende (auch zu denen es vermehrt kritische Stimmen gibt) dazu eingeladen wurden, entweder selber an den Diskussionen teilzunehmen oder in ihren Kursen die Probleme am OSI zu diskutieren. Diese Form von Bildungsstreikaktionen trägt dazu bei, den Dialog zwischen den Statusgruppen an der Uni in ein engeres sowie offeneres Verhältnis zu setzen und über die jeweiligen Postionen klarer zu werden.

OSI-Institutsrat am 16. Juni - Rettungsschirm fürs OSI

Sven HilgersAllgemeines 1 Kommentar »

Neben wichtigen Themen der „Vakanzen Tanzen“ Woche am OSI (vakanzentanzen.blogsport.de/programm/) standen am Mittwoch zwei bedeutende Themen auf der Tagesordnung der Institutsratssitzung am OSI. Erstes Thema war die Änderung der Bachelorordnung. Im vergangenen Januar hatte sich die „Reform- Bachelor-Kommission“ auf einen Kompromiss geeinigt, der zumindest die konsensfähigen Ergebnisse sichern soll. Zum einen werden ab dem kommenden Wintersemester auch affine Module anerkannt, dass bedeutet auch Seminare aus anderen Fachbereichen werden ohne bürokratische Hürden für die BA-Studierenden anerkannt.
Zum anderen legt die geänderte, mit dem Rechtsamt der FU Berlin geschriebene, Bachelorordnung fest, dass nur noch zwei Drittel der Studienleistungen in die Endnote mit einfließen werden. Irritationen gab es im Institutsrat über die Festlegung des zu streichenden Drittels. Das Rechtsamt der FU hatte dieses Drittel als 30LP PoWi-Studienleistungen und 30LP ABV ausgewiesen, da aber der ABV Teil ohnehin nicht in die Note einfließt würde diese Reform kleiner ausfallen als geplant. Deswegen prüfen Dekanat und Rechtsamt nun im unbürokratischen Umlaufverfahren, ob es möglich ist insgesamt 60LP der PoWi-Leistungen plus die 30LP nicht in die Note einfließen zu lassen. Die Beschlüsse müssen allerdings noch vom Fachbereichsrat bestätigt werden.
Das zweite Thema war der Haushalt. Professorin Börzel teilte zu Beginn der Haushaltsberatungen die erfreuliche Nachricht mit, dass die Eigenmittel des OSIs zum ersten Mal seit Jahren zur Deckung der laufenden Kosten reichen und dieses Jahr nicht auf die Leistungsmittel zurückgegriffen werden müsste. Dadurch könnten zum ersten Mal die Leistungsmittel zu 100% ausgeschüttet werden und nicht wie bisher zur Finanzierung von Lehraufträgen oder ähnlichem benutzt werden. Wäre da nicht die chronische Unterfinanzierung des OSIs und so unterbreitete Professor Mengel den Antrag einen Notfonds mit 30% der gesamten Leistungsmittel einzurichten. Pikant an diesem Notfonds ist, dass das OSI sich dadurch in eine schlechtere Position gegenüber dem Kanzler der FU begibt. Wenn es also in Zukunft heißt, dass das OSI mehr Geld vom Präsidium braucht, kann dieses auf den Notfonds verweisen. Außerdem müssen die Leistungsempfänger dem Notfonds zustimmen, bevor er überhaupt in Kraft treten kann. Trotz dieser Bedenken wurde diesem Notfonds in der zweiten Abstimmung zugestimmt, so dass der Institutsrat nun beschlossen hat 70% der Leistungsmittel auszuschütten.
Bedeutend wichtiger als solche symbolischen Rettungsschirme, denn auch bisher haben sich die Leistungsempfänger in finanziellen Notlagen mit dem Institut solidarisch gezeigt, wären allerdings eine Überarbeitung des Leistungsverteilungsschlüssels, bisher wird dort die Lehre strukturell benachteiligt und so gibt es wenige Anreize mehr Lehre anzubieten. Trotzdem war der Beschluss die Leistungsmittel auszuschütten wichtig, da es sonst zu Engpässen bei der Ausstattung der Lehrenden gekommen wäre.

672. Sitzung des Akademischen Senats am 09. Juni 2010 – Das Präsidium wächst langsam

Uwe KirmseAllgemeines 3 Kommentare »

(der Bericht erscheint mit leichter Verspätung, da sich die LHG wiedermal auf einem Seminar hochschulpolitische weitergebildet hat… diesmal im schönen Darmstadt)

Unter der Sitzungsleitung von Herrn Prof. Kunig hat der erweiterte Akademische Senat drei weitere Professoren für die übrigen Vizepräsidentenposten nominiert, welche dann auf der nächsten erweiterten Sitzung zur Wahl stehen. Es handelt sich um Herrn Prof. Bongardt, Frau Prof. Schütt und Herrn Prof. Väth. Alle drei haben die notwendige Mehrheit der Stimmen erhalten. Auch wenn sie bei Prof. Bongardt deutlicher war, als bei Prof. Väth.

Prof. Bogardt wird den Bereich Lehre übernehmen und zudem die Fachbereiche Geschichts- und Kulturwissenschaften, Erziehungswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften vertreten.

Prof. Schütt soll für den Bereich der Forschungsförderung zuständig sein und die Fachbereiche Geowissenschaften, Physik und Mathe / Informatik vertreten.

Prof. Väth hat nach seiner Wahl die Verantwortung für den Bereich Internationales und vertritt die Fachbereiche Politik- und Sozialwissenschaften, Rechtswissenschaften und Philosophie und Geisteswissenschaften.

Der noch fehlende Rechenschaftsbericht für die letzten eineinhalb Jahre der Amtszeit von Präsidenten Lenzen wird wohl nicht mehr nachgereicht werden, da man nur amtierende zur Erstellung Präsidiumsmitglieder verpflichten kann. Trotzdem hat der Antrag von Herrn Bartelt die Zusagen bewirkt, daß die noch anwesenden Präsidiumsmitglieder einen Bericht nachreichen wollen. Zudem hat Präsident Alt versprochen, in Zukunft wieder regelmäßig einen Rechenschaftsbericht abzufassen.

In der anschließenden regulären AS-Sitzung hat Präsident Alt darüber informiert, daß nun auch das Außenbüro der FU in Kairo eröffnet hat und man dort Studierende unterstützt und Kooperationen mit andern Universitäten pflegt. In eine ähnliche Richtung geht die Information, daß einen Arbeitsgruppe zur Umstrukturierung der Abteilung IV, für Außenangelegenheiten, eingestezt werden soll, um den immer noch in der Schwebe hängenden Arbeitsbereich neu zukunftsfähiger zu machen.
Die Übertragung der Bolognakonferenz in das Audimax fand laut Aussagen des Präsidenten nur 20 Zuschauer. Die Schlüsse aus dieser Information kann jetzt jeder für sich selbst ziehen.

Außerdem wurden die Zulassungszahlen für das kommende Wintersemester beschlossen, sodaß die Bewerbungen jetzt langsam abgeschickt werden können. Zum Wintersemester wurde auch ein Masterstudiengang Psychologie eingerichtet. Ein zweiter mit dem Titel „Social, Cognitive and Affective Neuroscience“ wurde zur Überarbeitung an das Institut zurückgesendet. Nach allen Beschlüssen des Tages heißt das aber auch, es im kommenden Semester 15 Masterplätze für Psychologiestudenten weniger gibt.

„Wir scheißen auf die Geschäftsordnung“

Armin PeterHochschulpolitik, FU 23 Kommentare »

Im Vorfeld des sogenannten „Bildungsstreiks“ hatten linke Aktivisten für heute, 14 Uhr eine „Info-Vollversammlung“ angekündigt. Etwa 50 Studenten waren gekommen – eine Vollversammlung war die Zusammenkunft allerdings nicht. Stattdessen verkam das Treffen schnell zum Paradebeispiel für das fehlende Demokratieverständnis linksextremer Gruppen an der FU – alle wichtigen Grundsätze der Geschäftsordnung wurden schlichtweg ignoriert - oder haben die Aktivisten sie etwa bewusst missachtet?

Gemäß der Satzung der Studierendenschaft trägt eine Vollversammlung „zur Entscheidungsfindung der Organe der Studierendenschaft bei“ (§14 Abs. 1).
Des Weiteren steht in der Geschäftsordnung, dass die Vollversammlung nur dann beschlussfähig ist, wenn mindestens fünf Prozent der Studierenden der FU anwesend sind – bei etwa 32000 immatrikulierten Studenten wären das also ca. 1600 Personen (§14 Abs. 1 Satz 4). Dies ist notwendige Voraussetzung dafür, dass eine Zusammenkunft auch tatsächlich eine Vollversammlung ist, die „empfehlenden Charakter“ für die Organe der Studierendenschaft hat (§14 Abs. 4).
Außerdem ist laut Satzung jedes Mitglied der Studierendenschaft rede-, antrags- und stimmberechtigt (§14 Abs. 2).

„Verpiss dich“: Antragsteller wird beschimpft.

Als zum Beginn der Versammlung lediglich etwa 50 Studierende erschienen waren, stellte die LHG einen sogenannten „GO-Antrag“ zur Prüfung der Beschlussfähigkeit gemäß Geschäftsordnung.
Die Moderatoren machten allerdings keinerlei Anstalten, ihrer Pflicht zur Überprüfung der Beschlussfähigkeit des Treffens nachzukommen. Stattdessen sahen sie feixend zu, wie der Antragsteller aus der Gruppe heraus verächtlich und aggressiv beschimpft wurde: „Verpiss dich“, hieß es da unter anderem. Am meisten Beifall erhielt jedoch der rotzige Kommentar eines Versammlungsteilnehmers: „Wir scheißen auf deine Geschäftsordnung“.

Die Verstöße gegen die Satzung hinderten das Grüppchen im Folgenden nicht daran, die Zusammenkunft weiterhin unter dem Titel „Info-Vollversammlung“ laufen zu lassen.
Der erste Beschluss des Treffens lautete, gemeinsam mit einem Megaphon bewaffnet in die Mensa einzumarschieren, um dort im Namen der Studierenden spontan gegen eine angeblich kaputte Klimaanlage zu demonstrieren.

Beschlüsse ohne Beschlussfähigkeit

Als der kurze Spaziergang durch die (eiskalte) Mensa vollbracht war, folgte eine längere Debatte über die Ergebnisse des letzten „Bildungsstreiks“. Einigkeit herrschte darüber, dass der „Streik“ trotz umfassender Maßnahmen weitgehend ergebnislos war. Ein Redner stellte gar „eine gewisse Apathie“ unter den „Streikenden“ fest.
Im Anschluss an die Debatte fasste das Kaffeekränzchen zu verschiedenen Themen weitere Beschlüsse – hauptsächlich bezogen auf kommende Termine für Treffen der „Bildungsstreikenden“. Offenbar um den Verstoß gegen die Satzung zu kaschieren war die Moderation dazu übergegangen, Abstimmungen zur Beschlussfindung als „Stimmungsbild“ zu bezeichnen.

Die Missachtung der Satzung ist ein Schlag ins Gesicht der gesamten Studierendenschaft – immerhin hat das Studierendenparlament das Regelwerk im Namen und zum Wohle aller im Interesse einer guten Grundordnung beschlossen.
„Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben“ – diesen programmatischen Grundsatz hat Walter Ulbricht 1945 formuliert. Die Umsetzung dieser Prämisse mündete in die zweite, diesmal sozialistische Diktatur auf deutschem Boden. Den antidemokratischen Grundsatz des alten SED-Granden nehmen sich linksextreme Kreise an der FU offenbar noch heute zu Herzen: Aller Offenheits-Rhetorik zum Trotz werden kritische Fragen und abweichende Meinungen niedergebügelt – ein kleiner, elitärer Zirkel weltferner Aktivisten dagegen agitiert munter vor sich hin, als bewege er sich in einem rechtsfreien Raum.

Linksextreme Minderheit nicht legitimiert

Auch deshalb ist die Beteiligung an allen Aktionen rund um den Bildungsstreik gemessen an der Gesamtzahl der Studierenden verschwindend gering – mit weiter sinkender Tendenz. Die Mehrheit der Kommilitoninnen und Kommilitonen an der Freien Universität ist offensichtlich nicht daran interessiert, sich von einer kompromisslos linksextremen Minderheit vertreten zu lassen.
Daraus aber folgt, dass dem „Bildungsstreik“ und seinen rechtsbeugenden studentischen Akteuren -zumindest an der FU- jegliche Legitimität fehlt.

Info: Die gesamte Satzung der Studierendenschaft der FU Berlin findest du hier: web.fu-berlin.de/zwv/vorschr/studsatz.pdf

Runder Tisch – Debatte über die Reform der Reform

Armin PeterFU 4 Kommentare »

Am vergangenen Freitag hat der Runde Tisch an der FU zum Thema „Wie steht es um die Reform der Reform? Zu Studienbedingungen und Studiengängen“ getagt.
Die Beteiligung seitens der Studenten war spärlich, etwa ein Dutzend Leute waren insgesamt zusammengekommen, um über bereits vollzogene Änderungen am Bachelor zu sprechen.
Einem Mehrheitsbeschluss der Anwesenden folgend wurde eine Debatte über die Möglichkeit, Studium und Kinder zu vereinbaren, auf einen gesonderten Termin verschoben.
Professor Bongardt erkundigte sich dann nach der Umsetzung der an der KMK orientierten Leitlinien des Akademischen Senats der FU in den einzelnen Fachbereichen.

Mathias Bartelt von der FSI Philosophie gab an, er könne keine Rückmeldung zur Bachelor – Reform geben, da der Vorsitzende der Ausbildungskommission nicht anwesend sei.

Ein studentischer Vertreter des FB Physik erklärte, die Umsetzung der Leitlinien sei bisher überschaubar gewesen. Der Fachbereichsrat habe aber eine Rückmeldung verfasst, die in nächster Zeit veröffentlicht werden würde. Noch sei aber nicht klar, was wirklich gehe – eine genauere Absichtserklärung des Rates werde in Kürze folgen.

Prof. Bongardt betonte, dass ein Rahmenkonzept zur Überarbeitung des Bachelor bis zum Beginn des Wintersemesters geplant sei.

Auch vonseiten des FB Nordamerikastudien kamen Klagen über Probleme bei der Umstellung auf den Bachelor und bei dessen Umgestaltung. Dies liege jedoch eher an der Form als an den Inhalten, da die Vereinbarkeit des Studienganges mit einem anderen 90-Punkte-Modul aus rechtlichen Gründen nicht möglich sei.

Mathias Bartelt beklagte die Existenz rechtlicher Grauzonen, die auf verschiedene Unstimmigkeiten zwischen Berliner Hochschulgesetz und KMK-Empfehlungen zurückzuführen seien. Er forderte dazu auf, „sie zu nutzen oder zu schließen“.

Auch das Reizthema Anwesenheitspflicht wurde in aller Ausführlichkeit diskutiert. Inzwischen kontrollieren offenbar nur noch vereinzelte Dozenten die Anwesenheit in Seminaren.
Viele seien froh darüber, die Listen nicht mehr führen zu müssen. In Einzelfällen werde jedoch seit der Aussetzung der Anwesenheitspflicht sogar schärfer kontrolliert, sagte Prof. Bongardt, der sich dabei auf den FB GeschKult bezog.

Studenten berichteten, dass insbesondere Dozenten, die noch nicht fest angestellt sind sowie Dozenten aus dem anglo-amerikanischen Raum die Anwesenheit sehr strikt einfordern und überprüfen.
Auch in der Frage, was unter „aktiver Teilnahme“ zu verstehen sei hätten sie oft strengere Auffassungen als andere Kollegen, so ein Studentenvertreter.

Prof. Bongardt berichtete von seinen Schwierigkeiten mit Seminaren, bei denen „30 Leute auf der Liste stehen, aber jede Woche je 10 andere Leute da sind – und zwar meistens diejenigen, die gerade ihr Referat ableisten.“ Er würde es bevorzugen, wenn etwa 20 Studenten möglichst regelmäßig kämen, da andernfalls sinnvolles Arbeiten im Seminar schwierig sei, so Bongardt.

Im Folgenden entspann sich eine längere Diskussion über alternative Möglichkeiten, aktive und regelmäßige Teilnahme festzustellen. Dabei wurde von studentischer Seite auch die Idee sogenannter „response papers“ eingebracht: Studenten liefern dem Dozenten vor der Veranstaltung ein halbseitiges Statement zu den Vorbereitungstexten, zeigen durch diesen Input aktive Teilnahme und müssen dafür nicht regelmäßig erscheinen.
Haupteinwand gegen „response papers“ war, dass dabei immer der Workload für die Studenten berücksichtigt werden müsse. Dabei wurde aber auch festgestellt, dass die Arbeitsbelastung eines Mono-Bachelors Politikwissenschaften verglichen mit anderen Studiengängen eher im unteren Bereich liegt.

Von LHG-Seite kam der Vorschlag, die Möglichkeit, über „response-papers“ aktive und regelmäßige Teilnahme festzustellen, zumindest für die Studenten der Geisteswissenschaften im Hauptfach zu prüfen.

Mathias Bartelt verteilte in der Sitzung Flyer für eine Veranstaltung im Vorfeld des geplanten „Bildungsstreiks“ und kündigte eine „neue Dynamik“ an. Zu konkreten Zielen des „Streiks“ äußerte er sich nicht.

KfL #108 und #109

Alex SpielauLehre, Akademische Gremien, Hochschulpolitik, FU 0 Kommentare »

An diesem Dienstag traf sich die Kommission für Lehre (KfL) zu ihrer 109. Sitzung. Die Sitzung wurde von Vizepräsidentin Prof. Keitel-Kreidt geleitet. Bestimmendes Thema war die Einrichtung der Masterstudiengänge „Psychologie“ und „Social, Cognitive and Affective Science“ (SCAN).
Als Experten wurde Prof. Heekeren und Studiendekan Dr. Petri zur Präsentation der Studiengänge eingeladen. Auch zwei Studierende aus dem FB waren anwesend und konnten kritischen Input zu den Masterstudiengängen liefern. Kritisch hinterfragt wurde u.a. die vermeintlich elitäre Natur des SCAN Studiengangs aufgrund der kleinen Zulassungszahl von angestrebten 15 Studierenden, die Zulassungsbestimmungen bzw. –Voraussetzungen, welche unter Umständen noch dem BerlHochschulG widersprechen, und die zu spezielle Ausrichtung des SCAN-Masters, welcher bei einer Personalveränderung obsolet werden kann. Die beiden Vorlagen wurden letztendlich angenommen.
Abschließend hat die KfL die Vorlage A mit einigen Änderungen dem AS einstimmig
zur Annahme empfohlen.

Nachtrag zur 108. KFL:
Nachtragen möchte ich noch einige Punkte zur letzten KfL Sitzung nachliefern. In dieser wurde sehr langwierig wurde die Vorlage des Runden Tisches A diskutiert. Wobei sich die Runde mehrfach nicht einigen konnte, wie mit der Originalvorlage des Runden Tisches zu verfahren sei. Die zum Teil heftigen Wortwechsel, ob dieses eigentlich marginalen Punktes, waren der Mehrheit der KfL nicht verständlich. Nachfolgend wurde die Vorlage Satz für Satz debattiert. Besonders das selbständige Anmelden für Fächer und Prüfungen stand zur Debatte. Vorgebracht wurden u.a. die Stärkung der studentischen Selbstverantwortung und die Bedeutung der Anmeldung als bewussten Rechtsakt. Dr. Fijal berichtete in dem Zusammenhang von den positiven Erfahrungen aus den Rechtswissenschaften
Danach wurde über die Zulassungsordnung der Bachelor- und Masterstudiengänge gesprochen. Bedeutend ist, dass die Fächerkombination Geschichte, Deutsch und Sozialkunde (Lehramt) nicht gewählt werden, weil das Land Berlin keine Lehrer mit dieser Kombination übernehmen. Danach wurde über den weiterbildenden Masterstudiengang Zukunftsforschung diskutiert. Erwähnenswert ist, dass dieser kostenpflichtig sein (1300Euro).
Abschließend, wurde noch der Fragebogen zur Befragung der Bachelorstudierenden im Sommersemester 2010 vorgestellt. Zu diesem Zweck war Prof. Thiel aus dem FB Erziehungswissenschaft und Psychologie anwesend, um über den abzuhaltenden Bachelorbefragungsbogen zu referieren.
Die Befragung der Bachelorstudierenden dient prinzipiell der Studiensituation und dem Studienerfolg der Bachelorstudierenden. Kritisch angemerkt wurde, dass der Fragebogen wieder nur per Email über die ZEDat versendet wird. Auf die unterschiedlichen Verteiler an bestimmten Fachbereichen und die zum Teil mangelhafte Erreichbarkeit von Studiereden über ihren ZEDat-Account wurde dabei hingewiesen. Die KfL vertagte sich nachfolgend.

Der neue Universitätspräsident ist gewählt

Uwe KirmseAllgemeines 0 Kommentare »

In der 671. Sitzung des Senats wurde nun nach langen Vorbereitungen der Präsident und die erste Vizepräsidentin neu gewählt. Im Audi Max fand sich der erweiterte Akademische Senat ein, um einen möglichst großen Raum für die Öffentlichkeit zu bieten.

Nachdem der noch amtierende vierte Vizepräsident, Prof. Schiller, die Anwesenden begrüßt hat, war seine einzige Amtshandlung nur noch eine Sitzungsleitung wählen zu lassen. Vorgeschlagen wurden Herr Prof. Brunnberg und Frau Pahlen-Brandt. Die Wahl fiel auf Herrn Prof. Brunnberg, welche die Sitzung auch sehr korrekt und recht souverän leitete.

In dem nun folgenden Wahlprozedere hat sich Herr Prof. Alt noch einmal in einer Rede vorgestellt und hat dann Fragen beantwortet. Inhaltlich war dabei eigentlich nichts neues zu erfahren. Abgesehen davon, daß er die Namen seines Präsidiums nannte. So wird er als seine Vizepräsidenten Herrn Prof. Väth (für den Bereich internationale Kontakte), Herrn Prof. Bongardt (für den Bereich Lehre und Studium) und Frau Prof. Schütt (für den Bereich Naturwissenschaften) benennen.

Die Aufwändige Wahl wurde dann vom zentralen Wahlvorstand durchgeführt. Das Ergebnis:
für Herrn Prof. Alt entfielen 37 Stimmen auf „Ja“ und 13 auf „Nein“

Ebenso verlief der Wahlvorgang für die neue ersten Vizepräsidentin. Für Frau Prof. Schäfer-Korting stimmten 35 Senatsmitglieder mit „Ja“ und 15 mit „Nein“.

Damit haben beide die erforderliche Mehrheit und sind offiziell vom AS gewählt worden. Nun muss nur noch der Berliner Senat die beiden Namen abnicken und beide sind im Amt. Die anderen Vizepräsidenten, werden vom Präsidenten Alt benannt und danach vom AS bestätigt. Das nimmt aber nochmals einige Wochen in Anspruch.

Ansonsten stolperte diese Sitzung durch einen Wald von Peinlichkeiten. Für die Redner stand kein Glas Wasser bereit, fristgerecht eingereichte Anträge von Herrn Bartelt wurden erst in der Sitzung als rechtens anerkannt, die Blumen wurden in einer Treppenecke überreicht, die Mikrophone standen irgendwo nutzlos in der Gegend und im Anschluss verlief sich der „feierliche“ Akt, wie in einer Bahnhofshalle. Diese Liste lässt sich natürlich noch verlängern. Sehr stilvoll verhielten sich auch die Vertreter des professoralen Dienstagskreises, die nach der Auszählung der Stimmen geschlossen den Saal verließen. Es handelte sich dabei aber nicht um eine Protestaktion. Wie man sich schon vor Beginn der Sitzung erzählte, müsse der Dienstagskreis unbedingt zu einer Ausstellungseröffnung. Damit möchte ich darauf hinweisen, daß das Amt eines Etikette Beauftragten, welches Prof. Lenzen abgeschafft hat, garnicht so sinnlos war, wie es im ersten Augenblick scheint.

Die WM-Planer der LHG sind da!

Benedikt BenteAllgemeines 4 Kommentare »

Ganz Deutschland freut sich auf die WM 2010 in Südafrika -
und deswegen hat sich der Bundesverband der LHG dieses Jahr etwas besonderes einfallen lassen:
einen kostenlosen WM-Planer mit allen Gruppen, Spielen und Daten!

Falls ihr Interesse habt, meldet euch einfach bei einem unserer Mitglieder,
wir wünschen schon einmal viel Spaß und eine tolle Fußball Weltmeisterschaft!

OSI Institutsrat am 12. Mai - Erst Professur dann Struktur ?

Sven HilgersAkademische Gremien 0 Kommentare »

Die heutige Institutsratssitzung wurde von einer Debatte um die W3 Professur Politisches System der BRD geprägt. Dass es zu dieser Debatte kam, galt aber zunächst als Ungewiss. Denn bereits zu Beginn der Diskussion brachten die Vertreterinnen des Mittelbaus einen, später zurückgezogenen, Antrag auf Vertagung des Themas ein. Dies geschah vor dem Hintergrund, dass es immer noch keinen detaierten Strukturplan für das OSI gibt. In dem Plan soll geklärt werden, was mit den Professuren Ideengeschichte, Methoden und Rechtliche Grundlagen passiert.
Im Streit um die Ausschreibung der Professur Politisches System entwickelten sich so drei Parteien. Zum einen die Vertreterinnen des Mittelbau, welche sich bei den meisten Entscheidungen enthielten und auch den Antrag auf Verschiebung zugunsten eines Kompromisses, der die Besetzung der Professur Politisches System vorsieht, zugleich aber fordert, dass bis Ende des Semesters ein Strukturplan vorliegen soll, zurückzogen. Die zweite Partei sind die Professoren und Professorinnen, welche den Kompromiss vorgeschlagen haben und eine schnellstmögliche Besetzung der Professur fordern, weil mit Prof. Riedmüller und Prof. Hesse gleich zwei Lehrende für das Politische System der BRD nächstes Jahr das Institut verlassen werden. Daran moniert die dritte Partei, die Vertreter der Studierenden, dass im Modul Ideengeschichte bereits seit vier Jahren kein festes Lehrangebot durch eine Professur sichergestellt werden kann.
Die Studierendenvertreter fordern die Einrichtung einer AG Strukturplanung, damit ein klarer Strukturplan zu Ausschreibung der Professuren erarbeitet wird. Die wirkliche Erstellung des, im Kompromiss vorgesehenen, Strukturplans ist allerdings fraglich. Vor einigen Monaten hatte eine große Institutsratssitzung bereits die Reihenfolge der zu besetzenden Professuren festgelegt. Die Ideengeschichte Professur hat dabei oberste Priorität erhalten, heute wurde jedoch die W3 Professur für das Politische System der BRD zuerst beschlossen. Die Statusgruppe der Studierenden legte daher das Gruppenveto ein, sowohl gegen die Ausschreibung an sich, als auch gegen den Ausschreibungstext. Die Ausschreibung legt als Kompetenzanforderung auch den Bereich Verfassungsrecht fest. Vor dem Hintergrund der prekären Situation im Modul Rechtliche Grundlage eine leicht falsch zu verstehende Anforderung. Schließlich steht immer noch nicht fest, ob es eine Professur für rechtliche Grundlagen geben wird. Diese Ausschreibung könnte nahe legen, dass eine Ersatzlösung vorbereitet wird. Für die Lehramtsstudierenden schwindet dabei die Hoffnung endlich eine Vorlesung Rechtliche Grundlagen der Politik zu bekommen, die sie benötigen um ihr Grundstudium abzuschließen.
Neben den ungeklärten Fällen Ideengeschichte und Rechtliche Grundlagen, steht aber auch weiterhin nicht fest, ob die W2 Professur Methoden von Prof Ohr verlängert wird. Hierbei steht nicht weniger als die Methodenausbildung am OSI auf dem Spiel. Die Frage, ob es nicht besser gewesen wäre erst einen klaren Strukturplan zu erstellen, bleibt. Andererseits hätte dies wieder zu langen Debatten ohne deutliche Aussicht auf Lösung führen können. So oder so die Situation der Lehre am OSI bleibt schwierig.

Präsidentschaftswahl am kommenden Mittwoch

Uwe KirmseAllgemeines 4 Kommentare »

Am 12. Mai findet die schon lange angekündigte Neuwahl zum Präsidenten und ersten Vizepräsidenten der FU statt. Durch den Weggang von Prof. Lenzen nach Hamburg waren diese Wahlen notwendig geworden. Das sang- und klanglose verschwinden des Präsidenten löste ja in allen Reihen der Uni größere Reaktionen aus, sei es Freude oder Entsetzen.
Wenn alles halbwegs planmäßig verläuft wird am Mittwoch das Vakuum und das daraus resultierende Kompetenzgerangel in den Leitungsebenen der Uni beendet sein.

Von den drei geladenen Kandidaten Prof. Alt, Prof. Lemke und Prof. Rojas, die sich bereits im März der Öffentlichkeit vorgestellt haben, steht allerdings nur noch Prof. Peter-André Alt zur Verfügung. Prof. Rojas hatte gleich nach seiner Vorstellung bekundet, daß er im Wissen um eine fehlende Mehrheit die Kandidatur zurückzieht. Die zur Zeit in Hannover lehrende Prof. Lemke hatte gut zwei Wochen später ihre Kandidatur zurückgezogen, da sie eine Berufung nach New York erhalten hat.

Nach langen Diskussionen und Abwägungen hat sich die LHG an der FU darauf geeinigt nicht gegen Prof. Alt zu stimmen oder sich zu enthalten. Wir werden also für den Germanisten aus der Silberlaube stimmen. Seine 10 Punkte, die hoffentlich mehr als ein Wahlversprechen sind, sind sicherlich schon den meisten bekannt. Hier nochmals der Link:

www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/we04/Mitarbeiter/alt/Zehn_Punkte.pdf

Besonders der Punkt, in dem Prof. Alt bekundet, daß er das Präsidium wieder mehr für studentische Belange öffnen will, wird die meisten Studierenden freuen. Außerdem hervorzuheben ist die Fortsetzung der Verbesserung der Bachelorstudiengänge. Dazu hat er eine Reihe von Ideen, beispielsweise wie man mehr Professuren schaffen kann. Außerdem sollen die Exzellenzcluster jetzt auch etwas von ihrem Wissen in Vorlesungen und Seminare tragen.

Diese, aus Sicht eines Studenten, positiven Forderungen und Ideen sollten unserer Meinung nach eine Chance bekommen, zumal ein stupides Blockieren mit einem „Nein für Alt“ nur die Zeit der Kopflosigkeit der Uni verlängern würde.